Kind und Wald
Kind und Wald

Fichtennadelsirup und Fichtennadelhonig

Der Mai ist da und damit auch der Monat in dem alles blüht und treibt. Für uns geht es endlich wieder in den Wald um nach Leckereien zu suchen und unsere Vorräte aufzufüllen. Mein absolutes Lieblingsrezept ist der Fichtennadelsirup bzw. Fichtennadelhonig. Der hilft nämlich super gegen Husten und ist ein natürlicher Schleimlöser, der auch den ganz Kleinen schon schmeckt. Er ist sehr leicht selbst herzustellen. Man braucht nur etwas Zeit.

Weitere Tipps rund um die Fichtennadeln findst du hier

 

 

Zuerst müsst ihr eine ganz große Menge Fichtennadeltriebe sammeln. Das sind die ganz hellgrünen Nadeln am Baum. Aber achtet bitte darauf, nur ein paar pro Baum zu sammeln. Dort wo ihr sie abzupft, wird der Baum dieses Jahr nämlich nicht mehr wachsen. Wie immer gilt, sammelt nicht am Rand von Straßen, Feldern oder forstwirtschaftlich genutzten Bereichen. Dort sind die Belastungen durch Abgase oder Spritzmittel zu hoch.

 

 

 

Zu Hause sortiert ihr die Fichtennadeln und schaut, ob noch Insekten darin sind. Nach dem Waschen kocht ihr die Fichtennadeln in ca. 1L Wasser auf. Wenn das Wasser kocht, dreht ihr die Hitze zurück und lasst den Sud noch eine halbe Stunde weiterköcheln. Jetzt müsste eure Küche herrlich nach Erkältungsbad und Sauna riechen.

Lasst den Sud über Nacht ziehen. Am nächsten Morgen siebt man alles durch ein Mulltuch oder eine Stoffwindel. Drückt die Fichtennadeln noch mal gut aus. Die aufgefangene Flüssigkeit wird nun mit Zucker 1:1 zu einem Sirup eingekocht. Das kann schon mal 1 oder 2 Stunden dauern.

Den fertigen Fichtennadelsirup füllt ihr zu Letzt in ausgekochte Flaschen. So ist er bis zu einem Jahr haltbar. 

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