Kind und Wald
Kind und Wald

Kleidung im Waldkindergarten

Seit einigen Monaten geht die Große jetzt schon in den Waldkindergarten. Es macht ihr riesig Spaß und sie hat schon viele Freunde gefunden. Zweifellos war das die richtige Entscheidung und ich bin froh, dass wir uns trotz dummer Kommentare von so manchen Bekannten, dafür entschieden haben. Eines der Hauptargumente der Zweifler war die kalte Jahreszeit, in der die armen Kinder draußen im Wald bitterlich frieren würden. Und genau das ist noch immer das Hauptthema bei mir. Jeden Tag durchforste ich das Internet auf der Suche nach passender Kleidung und guten Schuhen. Das Angebot ist enorm, doch die wenigsten Sachen taugen etwas.

Seit ein paar Wochen ist nun auch noch ein weiteres Problem hinzugekommen. Meine kleine Maus leidet unter Neurodermitis. Im Winter beruhigt sich ihre Haut normalerweise. Doch dieses Jahr ist das nicht der Fall. Das liegt an den ganzen Funktionskleidungen, die sie im Waldkindergarten trägt.

Die unterste Schicht besteht aus Funktionsunterwäsche von namenhaften Herstellern. Dann folgt ein warmer Pullover aus Schurwolle (anfangs zog ich ihr normale Baumwollpullover an). Darüber kommt dann wieder eine Funktionsweste und eine dünne Funktionsjacke, wie sie in 3in1 Jacken zu finden sind. Zu guter Letzt kommt eine „hammerfeste“, wasserdichte, aber atmungsaktive Jacke. Unten rum ist sie eigentlich genauso gekleidet. Es folgt eine Schicht Polyester & Co. auf die andere. Das hält zwar einigermaßen warm, ist aber extrem schädlich für ihre Haut. Außerdem sieht sie aus wie ein kleines Michelin-Männchen und kann sich nur schwer bewegen. Schaut mal auf meine Instagram-Seite: https://instagram.com/kindundwald/ . Dort findet ihr ganz viele Fotos vom wohl süßesten Michelin-Männchen der Welt.

 

 

Die Erzieherinnen im Waldkindergarten haben uns bereits prophezeit, dass diese Ausrüstung im kalten Winter, der ja erst noch kommt, nicht ausreichend sein wird. Kaum zu glauben, all die super tollen Funktionssachen, sind für den Waldkindergarten kaum geeignet. Größtes Ärgernis waren Winterschuhe von Jack Wolfskin (ja, ich nenne jetzt einfach mal die Marke, weil mich das wirklich sehr aufgeregt hat). Die sind ja bekanntlich nicht gerade billig und nach langem hin und her habe ich sie dann doch gekauft. Schon am zweiten Tag im Einsatz hatte mein Waldkind nasse Füße! Verärgert warf ich sie in die Ecke und holte die gefütterten Gummistiefel wieder hervor. Jetzt ist aber die Zeit gekommen, wo wir wirklich Winterschuhe brauchen, die Nässe nicht durchlassen.

 

Bei all den Misserfolgen bin ich durch einen Tipp der Waldtanten auf Schurwolle und Walk gekommen. Auf Instagram kursieren ja schon länger die schönen Fotos von farbenprächtigen Walkjacken für Kinder. Jetzt habe ich auch endlich eine in Auftrag gegeben und bin schon ganz gespannt, ob sie hält, was sie verspricht. Sie wird die Polyester-Zippin-Jacke ersetzen. Darüber werde ich bei diesem nass-kaltem Wetter allerdings schon noch die Funktionsjacke ziehen. Die Jogginghosen aus Baumwolle habe ich jetzt durch Schurwoll-Hosen ersetzt. An die Haut meiner Tochter lasse ich als unterste Schicht jedoch nur noch Baumwolle. Denn auch Schurwolle kann allergieauslösend sein. Da möchte ich kein Risiko mehr eingehen.

Meine ultimative Superwaffe soll von nun an aber Alpaka-Wolle sein. 

 

Die soll ja angeblich wasserabweisend und extrem wärmend sein. Noch besser als Schaf- oder Merinowolle. Wenn das klappt, wären meine Probleme mit den Winterschuhen von Jack Wolfskin auch gelöst. Denn dann würde ich meinem Waldkind einfach Alpaka-Wollsocken anziehen. Eine Strickjacke aus Alpaka-Wolle ist auch schon bei der Uroma in Auftrag gegeben. Ich bin gespannt und werde euch auf dem Laufenden halten. Wenn ihr noch Tipps für mich habt, dann bitte doch immer her damit.

10 Dinge, die dein Kind im Waldkindergarten ...

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